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Stationäres Wohnen

Stationäres Wohnen bedeutet, dass die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen rund um die Uhr anwesend sind, um den erwachsenen Menschen mit Behinderung soviel Unterstützung wie nötig zu geben.

Die Menschen mit Behinderung leben in Wohngemeinschaften in Einzel- oder Doppelzimmern oder auch als Paare zusammen.  

Wir legen Wert darauf, dass die Individualität gewahrt wird und trotzdem eine Beteiligung an den Aufgaben in der Gemeinschaft und bei Gruppenaktivitäten stattfindet. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Wohngruppen ergänzen sich in multiprofessionellen Teams mit verschiedenen pädagogischen und pflegerischen Berufen. 

Sie unterstützen die Bewohner auf Basis des erstellten Hilfeplans unter anderem in folgenden Bereichen:

  • Gestaltung und Einrichtung ihrer Zimmer
  • Mitwirkung an den täglichen Aufgaben in der Gruppe
  • Arztbesuchen und Umsetzung von Verordnungen
  • Einteilung ihres Geldes, sowie im Kontakt mit Ämtern und Behörden
  • Kontakt zur Arbeitsstelle und im beruflichen Alltag
  • Ausbau und Erhalt sozialer Kontakte
  • persönlichen Krisen und Konflikt-situationen 
  • Freizeit- und Urlaubsgestaltung individuell oder in der Gruppe
  • Körperpflege
  • Förderung einzelnen Bewohnern um einen Übergang in eine eigene Wohnung zu ermöglichen.

Eine Tagesstruktur wird durch die Werkstätten, Außenarbeitsplätze, Rentnertagesstruktur oder Tagesförderstätte gewährleistet. Eltern, Geschwister oder andere Angehörige sind unsere Partner, mit denen wir gerne zusammenarbeiten und deren Wissen für uns sehr wertvoll ist.

In unseren Wohnhäusern gibt es insgesamt 100 Wohnplätze. Die Wohnanlage in Bensheim-Auerbach bietet in vier Wohngruppen 70 Menschen ein Zuhause und die das Wohnhaus in Fürth hat Wohnraum für 30 Menschen. Unsere Wohnhäuser sind mitten im Leben. Geschäfte, Gaststätten, Frisör, Arbeitsplatz und Ärzte sind zu Fuß erreichbar.


Die wichtigsten Fragen zum Betreuten Wohnen

Kann ich mir aussuchen, wo und mit wem ich wohne?

Jeder Bewohner kann sich selbstverständlich selbst aussuchen, wo und mit wem er wohnen möchte. Das Betreute Wohnen versucht dabei, dem individuellen Wunsch des Menschen mit Behinderung zu entsprechen. Unsere Bewohner unterliegen dabei auch den Gesetzen des offenen Wohnungsmarktes und Angebot und Nachfrage. So ist es z.B. in Bensheim nicht einfach, bezahlbare Wohnungen für unsere Menschen mit Behinderung zu finden. Die Wohnungssuche kann deshalb bis zu einem Jahr dauern.

Wie schnell kann ich Unterstützung bekommen?

In der Regel dauert das Aufnahmeverfahren, vom Erstkontakt bis zur Bewilligung der Kostenzusage durch den LWV, zwischen vier und acht Wochen. Wichtig ist, dass es grundsätzlich die Hilfeplankonferenz abzuwarten gilt, bei dem alle Parteien (Mensch mit Behinderung, LWV und das Betreute Wohnen) den tatsächlichen Umfang der Unterstützung zusammen besprechen. Falls eine akute Notsituation entstanden ist, kann das Betreute Wohnen in Absprache mit dem Kostenträger auch in Vorleistung treten und damit die Betreuung sofort starten.

Was passiert, wenn während der Betreuung ersichtlich wird, dass der Bewohner nicht selbständig im Betreuten Wohnen leben kann?

Die Übergänge der verschiedenen Wohnangebote sind fließend, somit werden mit einem Bewohner, der den Anforderungen des Betreuten Wohnens nicht gerecht wird, Alternativen entwickelt. Alternative Wohnformen mit mehr Betreuung sind z.B. das Stationäre Wohnen   und das   Stationär Begleitete Wohnen .

Bekomme ich eine Wohnung gestellt?

Im Sinne der gleichberechtigten Anerkennung unterstützt das Betreute Wohnen die Bewohner ihre Wohnung selbst anzumieten. Zurzeit leben über die Hälfte aller Menschen mit Behinderung des Betreuten Wohnens in selbst angemieteten Wohnungen im Kreis Bergstraße. Da sich die Wohnungssuche für unsere Menschen mit Behinderung als schwierig erweist, besitzt die Behindertenhilfe Bergstrasse eigene Wohnungen, die insgesamt 28 Bewohnern ein Zuhause bietet. Alle Wohnungen sind zurzeit belegt.

Betreuung am Wochenende

Auch am Wochenende ist das Büro stundenweise besetzt. Somit ist gewährleistet, dass man im Notfall einen Betreuer erreicht. Die Wochenend-Dienste werden meist für die Freizeitgestaltung genutzt. Es werden Ausflüge oder sportliche Betätigung angeboten.

Staionäres Wohnen
Staionäres Wohnen

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Kontakt

Behindertenhilfe Bergstrasse
gemeinnützige GmbH

Darmstädter Straße 150

64625 Bensheim