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Arbeiten, malen, musizieren: alles inklusiv

04.11.2017

Arbeiten, malen, musizieren: alles inklusiv

250 Bil­der von 30 Künst­lern ver­wan­deln in Au­er­bach die Räu­me der Be­hin­der­ten­hil­fe Bergs­tra­sse (bhb) in ei­ne Ga­le­rie. Die 21. Aus­stel­lung „Kunst kennt kei­ne Be­hin­de­rung“ ist bis zum 22. De­zem­ber zu se­hen und zu kau­fen. Am Don­ners­tag wur­den die Wer­ke in fei­er­li­chem Rah­men vor­ge­stellt.

Vor 200 Gäs­ten aus dem gan­zen Kreis Bergs­tra­ße wies Ge­schäfts­füh­rer Chris­ti­an Dreiss da­rauf hin, dass die Be­hin­der­ten­hil­fe in die­sem Jahr von der Ak­ti­on „Echo hilft!“ pro­fi­tiert. Mit dem Sam­meln von Spen­den wur­de be­reits be­gon­nen. Der Er­lös aus dem Ver­kauf von Ge­trän­ken hilft „Echo hilft!“ und da­mit den drei bhb-Bands. So ka­men wäh­rend der Ver­nis­sa­ge schon die er­sten 180 Eu­ro zu­sam­men, die zu­nächst in die Echo-hilft-Box wan­der­ten. Mit der Spen­de­nak­ti­on, die bis in den Ja­nu­ar fort­ge­setzt wird, sol­len die drei Bands und de­ren An­la­gen und In­stru­men­te fi­nan­ziert wer­den. Das „Hoff­man Pro­jekt“ um­rahmt­e die Aus­stel­lungs­er­öff­nung mu­si­ka­lisch. (...). Ne­ben ih­rer Ar­beits­tä­tig­keit in den un­ter­schied­li­chen Ab­tei­lun­gen der Werks­tät­ten ha­ben die Mit­ar­bei­ter ein­mal in der Wo­che das Recht auf so­ge­nann­te „Ar­beits­be­glei­ten­de Maß­nah­men“. Hier kön­nen sie ih­re krea­ti­ve Ader aus­le­ben: beim Bas­teln, Mu­si­zie­ren, Ma­len, Ko­chen oder beim Sport. (...). So bunt wie die Bil­der der Aus­stel­lung, so bunt sind die Bio­gra­fien der Men­schen, die sich in Au­er­bach im Ate­lier ver­wirk­li­chen. Auf die­se Wei­se hat die bhb mitt­ler­wei­le Künst­ler her­vor­ge­bracht, die über die Werks­tät­ten hin­aus be­kannt sind. Jür­gen Kla­ban und Ro­bert Wil­helm ge­nie­ßen das Pri­vi­leg, nur noch zu ma­len.

Die bhb-Mit­ar­bei­ter­in­nen Eli­sa­beth Schmie­del und Beat­ri­ce Bi­al­dy­ga be­schrie­ben, wie sich Jür­gen Kla­ban (50) sti­li­stisch ent­wi­ckelt hat. Aus den er­sten zu­rück­hal­ten­den Mus­tern sind Fi­gu­ren ens­tan­den, die an Höh­len­mal­erei er­in­nern. Kla­ban über­rasch­te ab 2007 mit sei­ner „Na­sen­se­rie“, bis er – wie Schmie­del sag­te – ei­ne „Viel­falt­sex­plo­si­on“ her­vor­brach­te mit Fi­gu­ren, un­ter­schied­li­chen Tech­ni­ken und For­ma­ten. Ein Aus­schnitt aus Kla­bans groß­for­ma­ti­gem „Fuchs­bild“ schmückt die Ein­la­dungs­kar­ten zur Ver­nis­sa­ge. „Er hat­te im­mer wie­der Ver­sa­gen­sängs­te und trau­te sich nicht, ein­fach los­zu­ma­len“, sag­te Schmie­del. „Zum Glück ha­ben ihn die Be­treu­er mo­ti­viert und ihm Selbst­ver­trau­en ge­ge­ben“. Ein­mal im Jahr wur­de Kla­ban zur künst­le­ri­schen Fort­bil­dung ge­schickt. Stolz ist der 50 Jah­re al­te Künst­ler auch auf die Auf­trags­ar­bei­ten.

Die Künst­ler wur­den den Gäs­ten der Er­öff­nungs­fei­er na­ment­lich vor­ge­stellt, ex­em­pla­risch ein­zel­ne Bil­der von Kla­ban ge­zeigt. Da­nach leg­te das Hoff­mann-Pro­jekt mit selbst kom­po­nier­ten Lie­dern los. Die­se Band wird vom bhb-Mit­ar­bei­ter Ralf Tho­mas-Ro­gala ge­lei­tet. Auch die Mit­ar­bei­ter In­go Kloß, Ale­xan­der Schab und Klaus Pel­zer spie­len mit. Doch die Haupt­per­so­nen in der Band sind Ro­bert Wil­helm, Rein­hold Wer­ner, Dirk Kro­nau­er und Bi­an­ca Groß­ert. ...

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