Erste Schritte ins Arbeitsleben

25.11.2017

Erste Schritte ins Arbeitsleben

Für Men­schen mit Han­di­cap ist es schwer, ei­nen Ar­beits­platz zu fin­den. Das gilt be­son­ders für geis­tig Ge­han­di­cap­te wie die Mit­ar­bei­ter der Werks­tät­ten der bhb. Die bhb be­müht sich nach Kräf­ten, ih­nen ei­ne Teil­ha­be auf dem Ar­beits­markt zu er­mög­li­chen.

Si­mo­ne Spang und Fran­zis­ka Am­thor, zwei ehe­ma­li­gen Werks­tatt­mit­ar­bei­ter­in­nen, ist nun der Schritt in den er­sten Ar­beits­markt ge­lun­gen. Sie ha­ben beim Lin­den­fel­ser Nah­kauf-Le­bens­mit­tel­markt ei­ne so­zi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­ge Be­schäf­ti­gung be­gon­nen.

Fran­zis­ka Am­thor ist ei­ne freund­li­che und of­fe­ne jun­ge Frau von 28 Jah­ren. „Es macht mir sehr viel Spaß hier“, er­zähl­te sie. Sie küm­mert sich um ei­ne or­dent­li­che Prä­sen­ta­ti­on der Wa­ren in den Re­ga­len, putzt das Ge­schäft und hilft, Rest­pos­ten aus­zu­zeich­nen. Am­thor lebt in Mit­lech­tern. Sie be­such­te die Sieg­fried­schu­le in Hep­pen­heim, ei­ne Schu­le mit dem För­der­schwer­punkt Ler­nen. Nach der Schul­zeit be­gann sie, in der Be­hin­der­ten­werks­tatt in Fürth zu ar­bei­ten. Bei Prak­ti­ka im Fürt­her Ede­ka-Markt so­wie dem Nah­kauf Lin­den­fels sam­mel­te sie er­ste Er­fah­run­gen im Le­bens­mit­tel­sek­tor.

Dass es ge­ra­de der Nah­kauf ist, in dem Men­schen wie sie ar­bei­ten kön­nen, ist kein Zu­fall. Der Markt ge­hört zu Markt­haus, ei­nem In­klu­si­ons­un­ter­neh­men aus Mann­heim. Markt­haus be­treibt ne­ben ei­nem Se­cond­hand-Kauf­haus mitt­ler­wei­le auch sechs Le­bens­mit­tel­märk­te. Mit gro­ßem En­ga­ge­ment der Lin­den­fel­ser Stadt­ver­wal­tung un­ter Bürg­er­meis­ter Mi­cha­el Hel­big, der Be­hin­der­ten­hil­fe und Markt­haus ist es ge­lun­gen, den Markt in Lin­den­fels zu er­öff­nen. (...).

Ein Teils­chritt hin zu ei­ner nor­ma­len An­stel­lung ist die be­triebs­in­teg­rier­te Be­schäf­ti­gung (BiB). Das be­deu­tet, dass die Mit­ar­bei­ter zwar for­mal bei der Be­hin­der­ten­hil­fe an­ge­stellt blei­ben, aber bei ex­ter­nen Fir­men oder Or­ga­ni­sa­tio­nen ar­bei­ten. Für die Ar­beit­ge­ber die Mög­lich­keit, ein Ar­beits­ver­hält­nis pro­blem­los wie­der zu be­en­den, soll­ten sich im Be­rufs­all­tag Schwie­rig­kei­ten er­ge­ben. Die Mit­ar­bei­ter ha­ben wie­der­um die Mög­lich­keit, dann in der Werks­tatt wei­ter­ar­bei­ten zu kön­nen und nicht be­schäf­ti­gungs­los zu wer­den. „Das Ziel von uns ist na­tür­lich ei­ne Fes­tans­tel­lung. Aber die BiB hilft, Vor­ur­tei­le ab­zu­bau­en“, so Dör­sam. ...

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