Damit auch die Zähne lachen können

03.04.2019

Damit auch die Zähne lachen können

Mit anschaulichen Bildern und praktischen Übungen schulten die Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes die Beschäftigten der Fürther Werkstatt der Behindertenhilfe Bergstraße.

Dem „Ungeziefer im Mund“ soll es an den Kragen gehen: Schnell hatten die Mitarbeiter der Fürther Werkstatt der Behindertenhilfe Bergstraße (BHB) einen kreativen Namen für die kleinen Übeltäter, die auf dem vieltausendfach vergrößerten Bild zu sehen waren. Ramona Hildenbeutel vom Gesundheitsamt des Kreises Bergstraße demonstrierte mit dieser Abbildung eindrucksvoll den Nutzen von Zahnpflege – denn dieses „rege Leben“ im Mund möchte wirklich niemand haben.

Bei der gestrigen Veranstaltung des Kreises Bergstraße in den Fürther Räumen der BHB ging es genau darum: für die Bedeutung von Zahnhygiene und ausgewogener Ernährung zu sensibilisieren. „Mit unserem Präventivprogramm wollen wir alle Bevölkerungsgruppen erreichen“, erklärte dazu die zuständige Dezernentin, Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz. Und der spontane Beifall unterstrich, wie dankbar die BHB-Mitarbeiter sind, miteinbezogen zu sein. Ein Dank, den Werkstattleiter Udo Dörsam in Worte fasste: „Es ist eine tolle Sache, dass wir an dieser Schulung teilnehmen dürfen.“

Neben der richtigen Zahnpflege und vielen Informationen darüber, welche Ernährung für die Zähne gut ist, standen dabei gestern auch speziell Energydrinks im Fokus. „Darum haben die Verantwortlichen hier gebeten, da diese Getränke bei den Mitarbeitern derzeit wohl hoch im Kurs stehen“, berichtet die Gesundheitspräventionsbeauftragte des Kreises Bergstraße, Reinhild Zolg. Sie hatte die Veranstaltung federführend organisiert, die von ihren Mitarbeiterinnen Ramona Hildenbeutel und Birgit Rieling sowie von der Zahnärztin Dr. Heike Roman mit vielen praktischen Elementen umgesetzt wurde. Der Kontakt zwischen dem Kreis-Gesundheitsamt und den Fürther Einrichtungen der BHB war im vergangenen Jahr auf der Themenmeile zum Fürther Markt zustande gekommen. Dort ist das Gesundheitsamt auch am kommenden Sonntag, 7. April, wieder vertreten, wie Zolg ankündigte.

Und noch eine weitere besondere Aktion in Sachen Gesundheit wird es in Fürth demnächst geben, auch wenn Bürgermeister Volker Oehlenschläger damit gestern einen „Spoiler“ produzierte, wie Diana Stolz sagte – also eine verfrühte Ankündigung: In den nächsten Wochen wird in den Fürther Steinbachwiesen eine Ausstellung zum Thema „Zecken“ eröffnet. „Die erste Outdoor-Ausstellung in diesem Zusammenhang“, merkte Zolg an.

Die BHB-Mitarbeiter planten spontan einen Ausflug dorthin, ehe sie sich wieder voll auf das umfangreiche Programm der Schulung konzentrierten. „Auf unsere Gesundheit achten, das machen wir schließlich nicht für andere, sondern für uns selbst“, hatte Oehlenschläger dazu angemerkt.

Dann zog sich der Bürgermeister zu einem Gespräch mit Werkstattleiter Udo Dörsam zurück. Denn bevor in zwei oder drei Jahren der geplante Neubau auf dem BHB-Gelände in der Erbacher Straße genutzt werden kann, müssen gemeinsam (Zwischen-)Lösungen gefunden werden. „Wir platzen gerade aus allen Nähten“, berichtet Dörsam. Bis das neue Gebäude neben der jetzigen Werkstatt und dem Wohnheim diese Situation entschärft, muss die Zeit überbrückt werden. „Dazu bedarf es kreativer Ideen“, so Dörsam, der – sicher nicht vergebens – auf Unterstützung von der Gemeinde und aus dem Landratsamt hofft.

Einen Blick auf und die BHB-Einrichtungen in Fürth können alle Interessierte beim dortigen Sommerfest am 12. Mai (Muttertag) werfen, bei dem wieder ein buntes Programm geboten wird. Das Motto: „50 Jahre Verschwisterung Fürth-Thizy“ – die Einrichtungen der Behindertenhilfe und ihre Mitarbeiter sind eben mitten drin im Fürther Leben und nehmen an den bedeutsamen Ereignissen in der Gemeinde Anteil. 

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Kontakt

Behindertenhilfe Bergstrasse
gemeinnützige GmbH

Darmstädter Straße 150

64625 Bensheim