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Freude an der Bewegung teilen

25.10.2021

Freude an der Bewegung teilen

Die Odenwälder Zeitung schreibt am 25.10.21:

Fürth. „Ich liebe es, Gymnastik zu machen und mich zu bewegen“, erzählt Sabine Keil, die in der Werkstatt der Behindertenhilfe Bergstraße (BHB) in Fürth arbeitet. Sie und ihre Kollegin Katja Hoffmann haben sehr unter den Einschränkungen aufgrund der Coronapandemie gelitten. „Wir haben uns viel weniger bewegt als sonst, selbst in den Wohngruppen konnten wir kaum Sport machen“, erzählen die beiden Frauen. Im Sommer bot das Fürther Freibad oder das Freigelände der Werkstätten die Möglichkeit zur Bewegung. Ein weiteres Angebot ist nun hinzugekommen, das Menschen mit und ohne Behinderung offen steht: In Zusammenarbeit zwischen Turnverein (TV) Fürth und der BHB wurde eine neue Gruppe mit Inklusionssport ins Leben gerufen.

Die Hintergründe wurden beim Pressegespräch erläutert. Udo Dörsam, Werkstattleiter der BHB, und Fritz Eisenhauer, Vorsitzender des TV Fürth, kennen sich unter anderem durch die politische Zusammenarbeit in der Fürther Gemeindevertretung. Immer wieder haben die beiden auch über das Thema Inklusionssport gesprochen. Ihre Überlegungen schildert Eisenhauer so: „Der TV hat die Hallen und die Übungsleiter sowie Sport- und Reha-Kursangebote am Vormittag, die von allen Menschen besucht werden können.“ Das ließ sich Udo Dörsam nicht zweimal sagen. Christine Mahl von der BHB und Beate Dreier vom TV telefonierten daraufhin mit Krankenkassen und Eltern. Als die Krankenkassen die Zusage erteilten, den Reha-Sport ihrer Mitglieder mit Beeinträchtigung mit zu finanzieren, starteten die Kurse.

Die BHB bot sie ihren Mitarbeitern an, und jetzt sind sie regelmäßig zu Gast beim TV. Die funktionelle Gymnastik unter der Anleitung von Katja Dalciceka kommt sehr gut an. „Ich versuche, die Übungsstunden so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten“, sagt Dalciceka.

Ein Blick in die Übungsstunden: Es ist Donnerstag, zehn Teilnehmer sitzen auf Stühlen. Zur Musik bewegen sie Beine und Füße oder dehnen den Oberkörper mit verschiedenen Hilfsmitteln. Zum Abschluss spielte die Gruppe Ball, mit einem großen bunten Tuch rollt sie den Ball hin und her. „Mir gefällt’s ganz gut“, sagt Teilnehmerin Katja Hofmann. Sie ist von Sabine Keil gefragt worden, ob sie mitmachen will. Sabine Keil hat unter anderem schon Tanz beim TV ausprobiert. „Tanzen und Sport in der Gemeinschaft machen einfach Spaß“, freut sie sich. Die Sportkurse am Vormittag passen gut in den Arbeitsalltag der Werkstätten.

Kooperation mit dem FC

Auch von Inklusionssport in Zusammenarbeit mit dem FC Fürth berichtet Dörsam beim Pressegespräch. Dort spielen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung miteinander Fußball. Er weiß, dass viele gerne auch noch andere Ball- und Sportarten ausüben wollen. „Bei allen steckt der Wunsch dahinter, in der Mitte der Gesellschaft anzukommen“, sagt Dörsam. Auch die beiden Vertreter vom Werkstattrat wollen über den Sport den Kontakt zu Bürgern, Gewerbetreibenden und Firmen knüpfen. Ihr Wunsch: möglichst auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt ihren Lebensunterhalt zu verdienen. So arbeitet eine ihrer ehemaligen Kolleginnen im Supermarkt in Lindenfels. Dörsam und Eisenhauer erzählen von Vorurteilen auf beiden Seiten, wenn Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen sich begegnen. Sie hoffen daher auf Gespräche und Kooperationen mit weiteren Sportvereinen in den Gemeinden des Weschnitztals. Haben sich beide Seiten erst einmal kennengelernt, werden mögliche Vorurteile rasch abgebaut und auch Freundschaften entstehen. Stolz ist die BHB auf die betriebsintegrierten Praktika, in die sie ihre Mitarbeiter vermitteln konnte. Dank ihrer sozialen Kompetenz arbeiten viele auch als Alltags- und Pflegehelfer. gg


Wer Interesse hat, am Reha- und Gesundheitssport teilzunehmen, oder eine andere Sportart anbieten will, der kann sich in der Geschäftsstelle des TV Fürth in der Schützengasse melden. Telefon: 06253/2392191 oder E-Mail: info@tv-fuerth.de

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Behindertenhilfe Bergstrasse
gemeinnützige GmbH

Darmstädter Straße 150

64625 Bensheim